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Nnachdem am abend des 23.märz 1999 ein bleichgesichtiger, langhaariger musiker auf der avenia revolucion im stadtteil san angel in mexico city überfallen, ihm dabei nicht nur seine gitarre, alles bare und der mietwagen abgenommen, sondern auch noch der kopf geschoren wurde, erlitt er eine nervenzusammenbruch. dies brachte ihm einen zweitägigen aufenthalt im hospital psiquiatrico an der san buenaventura ecke nino jesus ein.
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„daloco“ war geboren (obwohl geburten in nervenheilanstalten äusserst selten sind).
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zur gleichen zeit war nur ein paar strassen weiter ein anderer abgebrannter musiker namens „der böse karabina“ mit der entscheidung beschäftigt entweder als percussionist in einer latino salsa band, oder als drogenkurier genug geld für ein flugticket zurück nach europa zu verdienen. er entschied sich für den ehrlicheren der beiden jobs und so kam es, dass er seinen ersten auftritt in einem irrenhaus vor eben jenen patienten spielte, unter denen sich auch „daloco“ langsam von seinem schockierenden erlebnis erholte.
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zwischen salsa klängen und beruhigungstabletten fiel beiden auf, dass sie offensichtlich nicht in diesen film passten.
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als „daloco“ mit dem stempel „offiziell geheilt“ („oficiales dar de alta“) entlassen war, kaufte er mit gepumpten geld für sich und „bina“ ein one way ticket in die heimat.
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dort angekommen begannen sie mit einer hand weiterer musiker und einem produzenten die aufnahmen für „daloco’s“ debut album das im juli 2002 auf lawine/virgin/emi records veröffentlicht wurde.
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wie so oft in harten zeiten bleiben aber am ende der geschichte nur wirkliche freunde und anwälte über. wie sollte es denn auch bei „daloco“ und „bina“ anders sein.
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und wenn zwei typen eine solche geschichte erzählen können, schrumpfen hindernisse wie labelpolitik, ein am boden liegendes musikbusiness, mp3 downloads, die abwanderung nach berlin und popstars, inklusive polyphoner klingeltöne, auf erbsengrösse.
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grund genug weiterzumachen und grund genug daloco’s neue songs in die welt zu posaunen.
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nachdem der ganze müll, der sich so lange in seinem kopf aufgestaut hatte mit dem debut album ausgekotz wurde, war es jetzt an der zeit, um songs zu schreiben die die welt oder zumindest ihr tanzbein, brauchen kann.
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weit weg von salsa oder rap-metal kam dabei musik heraus die pop, punk, accoustic und blues auf eigentümliche art und weise zu verknüpfen vermag,
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irgendwo zwischen „ben harper“ und „farin urlaub“ stattfindet und vor ironie und halbwahrheiten nur so glänzt oder zumindest den anschein erwecken will dies zu tun.
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wie das tanzbein darauf reagieren wird, weiss man nach den ersten paar takten (das liegt an den reflexen) doch...
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„im grunde genommen ist es völlig egal was passiert, denn im irrenhaus ist immer ein plätzchen für mich frei.“ Daloco.
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